Skip to content

Augmented Reality Anwendungen mit Microsoft Excel erstellen

junaio_grenzgeschichten

Zur Erstellung von geobasierten AR Rallyes habe ich in der Vegangenheit gerne den Hostingservice Hoppala genutzt. Weder Layar noch Junaio als die populärsten AR Dienste bieten die Möglichkeit die ortsbasierten Informationen (Points Of Interest, POIs) auf deren Servern abzuspeichern, so dass diese entweder selbst gehostet oder ein zusätzlicher Dienst eingebunden werden muss. Mein bisher favorisierter Anbieter Hoppala wird leider nicht weiter gepflegt und so sind seit einigen Monaten verschiedene Funktionen nicht mehr verfügbar.

Nun bietet Junaio eine ganz neue und einfache Möglichkeit, eigene AR Ebenen für die Junaio App über das Anlegen der POIs in einer Microsoft Excel Tabelle zu erstellen.

Nötig dazu ist zunächst einmal der Download und die Installation der Excel-App „Metaio Creator“. Diese lässt sich über den Microsoft Marketplace finden und per Klick zu Excel hinzufügen. Mindestens Office 2013 wird vorausgesetzt, d.h. am Mac funktioniert das derzeit nicht.

microsoftmarket

In Excel wird eine Tabelle geöffnet und dann in „Einfügen“ der Metaio Creator ausgewählt. Im rechten Menü der App loggt man sich mit seinem Junaio Developeraccount ein. Es empfiehlt sich, in der oberen Zeile die benötigten Parameter für jeden POI erzeugen zu lassen. Außer den Koordinaten, dem Namen und einer kurzen Beschreibung sind alle Angaben optional. Jede Zeile stellt einen POI dar. Die Koordinaten lassen sich am einfachsten über Google Maps herausfinden. Zu beachten ist nur, dass aus dem Dezimalpunkt den Google Maps ausgibt, ein Dezimalkomma gemacht werden muss. Ich musste außerdem die Zelleneigenschaften in Excel auf sechs Stellen hinter dem Komma einstellen. Sollen Vorschaubilder in den POI Beschreibungen verwendet werden, muss das Vorschaubild zuerst irgendwo im Web abgelegt werden. Der Link zum Bild wird dann in die entsprechende Spalte eingetragen.

metaiocreatorapp2

Sind alle Punkte angelegt, muss zunächst die oberste Zeile gelöscht werden. Anschließend Namen und Beschreibung der AR-Ebene eingeben und auf Upload klicken. Das war es dann schon. Die Ebene ist sofort in Junaio verfügbar, wenn ich den bereitgestellten QR-Code nutze und mit Junaio scanne.

Über die Suchfunktion von Junaio ist die Ebene erst auffindbar, wenn über die Weboberfläche des Junaio Developeraccounts die Freigabe beantragt wird. Dies dauert erfahrungsgemäß zwei bis drei Tage.

Leider fehlen in der App einige Parameter, die Junaio POIs normalerweise auch bieten. Dazu gehört u.a. auch die Einstellung, ab welcher Entfernung ein POI in der AR Ansicht der App sichtbar wird. D.h. alle angelegten POIs sind immer sichtbar und können von jedem Ort aus aufgerufen werden. Gerade für den Spielcharakter einer AR Rallye fehlt damit eine wesentliche Funktion, da die SpielerInnen nun nicht mehr real vor Ort sein müssen, um die entsprechenden ortsbasierten Informationen zu erhalten. Vielleicht entwickelt Junaio das Plugin hier noch weiter. Für viele andere Anwendungsbereiche ist die Excel App ansonsten eine sehr einfache Alternative zur manuellen Programmierung einer AR-Ebene als XML-Datei.

Weitere Infos im Blog von Metaio: http://blog.metaio.com/2014/11/25/metaio-brings-free-augmented-reality-authoring-tool-microsoft-excel/

Leave a Reply

You may use basic HTML in your comments. Your email address will not be published.

Subscribe to this comment feed via RSS