Skip to content

Posts tagged ‘web 2.0’

Die Zukunft des Filme machen ist kollaborativ

Auf einer Veranstaltung zur Geschichte der nicht-kommerziellen Filmszene in Deutschland seit 1945 wurde ich um eine Einschätzung gebeten, wie sich in Zeiten von Web 2.0 und Videoplattformen dieser Film weiterentwickeln wird. Meine dort abgegebene Prognose werde ich jetzt hier mal für spätere Generationen festhalten. Mir könnten in 10 Jahren ja eventuell prophetische Qualitäten nachgesagt werden – oder ich muss Spott und Hohn ertragen lernen;-))

Ich sage mal, dass im Privatbereich das gemeinsame Arbeiten an Filmen an  Bedeutung gewinnen wird. Und damit meine ich nicht, dass man sich mit Schulfreunden zusammen hinsetzt, verschiedene Drogen konsumiert und dann wilde Theorien in die Videokamera reinfaselt, sondern weltweit und vernetzt direkt im Web Filmdrehs organisiert, Szenen rumschickt und diese dann in einer Websoftware gemeinsam bearbeitet und schneidet.

Einige Beispiel gibt es bereits:

„The Hunt for Gollum“ – ein 40minütiger unabhängiger Film gemacht von Fans vom Herrn der Ringe, die rund um den Globus vestreut verschiedene Beiträge zum Film beigesteuert haben. Der Film kann im Netz kostenlos in HD-Qualität und mit deutschen Untertiteln angesehen werden und ist wirklich erstaunlich in seiner Qualität.

Bei der Produktion des  Internetzombiemovie waren die Youtube-NutzerInnen aufgerufen, Filme beizusteuern. Das Endprodukt konnte hier allerdings nicht beeinfluss werden.

Ähnlich beim Musikvideo für Sour’s ‚Hibi no Neiro‘ (Tone of everyday), das derzeit durch die Blogs zirkuliert und an dem Fans aus der ganzen Welt mitgearbeitet haben.

Remixing von Filmen würde ich da auch noch dazu zählen, vorausgesetzt, man bedient sich dabei CC-lizensierter Filmschnipsel anderer FilmemacherInnen.

Was nun noch fehlt, sind die ProgrammiererInnen, die dazu die entsprechende Software liefern. Ich denke da vor allem an eine Art Wiki für den kollaborativen Filmschnitt: Cutwiki? Wikicutter? Oder gibt es sowas auch schon?

Project Niu: Naturwissenschaftliche Bildung im Web 2.0

Ein wie ich finde extrem cooles Projekt findet gerade mitten im pazifischen Ozean statt. Nach einem ersten Durchgang im letzten Jahr wurden vor vier Tagen drei „Nius“ (Hawaiianisch für Kokosnuss) vor Hawaii im Meer ausgesetzt: eine Flaschenpost vollgepackt mit Messinstrumenten, GPS und Satellitentelefon.

Auf der Webseite „www.projectniu.org“ kann die Wanderung der Nius nun auf Google Maps verfolgt werden und die aktuellen Daten zu Temperaturen, Wellenhöhe und einiges mehr abgerufen werden. Das Projekt möchte SchülerInnen Wissen über den pazifischen Ozean vermitteln, vor allem aber auch senbilisieren für die Folgen der Vermüllung der Meere.

Project Niu

Übersicht über Studien zur Web 2.0 Nutzung von Jugendlichen

Nachdem der herbstliche Tagungsmarathon nun fast vorbei ist, hier eine Übersicht aller Studien, die dabei vorgestellt wurden:

1. JIM Studie 2008, Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest

Wird erst am 30.11.08 veröffentlicht, aber erste Ergebnisse gibt es in einer Pressemitteilung:
http://www.mpfs.de/fileadmin/Tagung2008/Charts/PRESSEMITTEILUNG_mpfs_03-2008.pdf

Update: Download der JIM Studie 2008: http://www.mpfs.de/fileadmin/JIM-pdf08/JIM-Studie_2008.pdf

2. Gewalt im Web 2.0, Prof. Dr. Petra Grimm, Hochschule der Medien Stuttgart

anscheinend noch nicht veröffentlicht

3. Medienhandeln in Hauptschulmilieus, JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis

Kurzzussammenfassung: http://www.jff.de/dateien/Kurzzusammenfassung_medienhandeln_in_haupschulmilieus.pdf
ansonsten bestellen:
Wagner, Ulrike (Hrsg.): Medienhandeln in Hauptschulmilieus – Mediale Interaktion und Produktion als Bildungsressource, München 2008 (220 Seiten, ISBN 978-3-86736-054-8) erhältlich. Bestellungen an: info@kopaed.de oder per Telefon: 089/688 900 98.

4. ARD/ZDF-Onlinestudie 2008

http://www.ard-zdf-onlinestudie.de/

5. Digital Divide – Digitale Kompetenz im Kindesalter, Deutsches Jugendinstitut

Projekt läuft noch bis Ende 2009, Projektbeschreibung: http://www.dji.de/www-kinderseiten/582

6. Ganz privat im Web 2.0, Medienforschung Super RTL

http://www.superrtl.de/Portals/0/Mediadaten/Web-2.0-Studie.pdf

7. Medienkonvergenz Monitoring II, Universität Leipzig

http://www.uni-leipzig.de/~umfmed/Medienkonvergenz_Monitoring_Report08.pdf

8. (N)on Liner Atlas der Initiative D21

http://www.initiatived21.de/category/nonliner-atlas (Hier gibt es auch die Sonderstudie „Bildung via Internet: Wie vernetzt sind Deutschlands Kinder?“)

Update 2/09:

9. Chats, Videos, Communites, Wie Jugendliche das Internet nutzen

Studie der Freidrich-Ebert-Stiftung, Günther Rager und Annika Sehl, http://library.fes.de/pdf-files/stabsabteilung/06048.pdf

Fachtagung „Datenstreu und Netznomaden“ am 21. Mai 2008 in Berlin

Das „neue“ Internet, das web 2.0, zeichnet sich durch seine Benutzerfreundlichkeit aus: normale UserInnen werden zu GestalterInnen, es entstehen Seiten, die private Einblicke erlauben, unbekannte Bands haben die
Chance berühmt zu werden, jeder kann sich darstellen.

Die Nutzung des web 2.0 ist ein Teil des digitalen Alltags von Jugendlichen. Wir möchten die Möglichkeiten für die Medienpädagogik in Workshops sowie in einer moderierten Podiumsdiskussion vertiefen.

Referenten sind:
– Sascha Neurohr, SchülerVZ
– Frank Rosengart, Chaos Computer Club
– Wolfgang Schindler, Studienzentrum Josefstal
– Thomas Seidel, Lehrer und Online.Journalist

Download des Flyers mit weiteren Informationen und Anmeldung:
http://jugendserver.spinnenwerk.de/~lag-medien/Dateien/Datenstreu_Flyer.pdf
(880 kB)

Veranstalter: LAG Medienarbeit e.V. Berlin
c/o Verband für soz.-kulturelle Arbeit
Axel-Springer-Str. 40/41, 10969 Berlin

www.lagmedienarbeit.de

Subkonferenz zu “Video-Blogs” auf der re:publica´08.

Noch ein Grund mehr an der re-publica teilzunehmen, also speziell nun am 4.4. die Subkonferenz in kooperation mit der Bundezentrale für politische Bildung. Das ist ja wie Weihnachten und Ostern zusammen. Schönes Thema, freue mich!

Siehe: re-publica.de/08/2008/03/12/subkonferenz-zu-video-blogs-auf-der-republica%c2%b408/

re:publica, 2.-4. April in Berlin

Liebe KollegInnen, bei meiner Ticketbestellung heute waren schon 81 Karten verkauft, also nur dass niemand nachher sagt, ich hätte doch mal Bescheid sagen sollen: Rechtzeitige Anmeldung ist wichtig!

Aus der Pressemitteilung: „Zwischen Kultur, Medien, Politik und alltäglich genutzter Technik: Vom 2. bis 4. April 2008 treffen sich in Berlin Blogger und andere Netzbewohner zur re:publica’08. Das Konferenz-Motto “Die kritische Masse” steht für verschiedene Seiten des gleichen Komplexes: Das Internet und neue Kommunikationsformen werden immer mehr in das Leben der Menschen integriert. Web 2.0-Anwendungen entwickeln sich zu Selbstläufern. Und zum anderen steht auch die Fähigkeit der Masse zur Kritik im Zentrum des dreitägigen Events.“

Webseite re:publica