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Posts tagged ‘film’

Einstieg in die Filmarbeit mit iMovie Trailer

Seit  wir in den Workshops meines Vereins Metaversa verstärkt iPads einsetzen, probieren wir auch immer neue Methoden aus, um einen Einstieg ins Thema oder eine Einführung in Medienproduktion zu finden. Zuletzt im Workshop „Das Netz sind wir„, in dem es um soziale Netzwerke ging. Für die Videogruppe hieß es deshalb  am Beginn: Erstellt in Kleingruppen mit iMovie den fiktiven Trailer eines Films über „Facebook“.

Seit zwei Jahren schon wird mit der Apple Software eine Reihe an „Templates“ oder „Themen“ zur Erstellung eines einminütigen Filmtrailers mitgeliefert. Sowohl in der Desktop als auch in der iPhone- und iPad-Version. Die Funktion dafür findet man an der Stelle, an der auch ein neues Projekt erzeugt wird. Dort gibt es die Möglichkeit einen „Neuen Trailer“ zu erzeugen. Anschließend kann auf dem iPad aus acht fertigen Beispieltrailer mit unterschiedlichen Themen: Märchenfilm, Abenteuer, Romantik etc. ausgewählt werden. In der Desktopversion stehen weitere Themen zur Verfügung.

Ist die Entscheidung für ein Thema gefallen, werden die Szenen anhand eines vorgegebenen Storyboards mit dem iPad nachgedreht und die Zwischentexte ausgetauscht. Dabei lernen die SchülerInnen den Aufbau eines Storyboards kennen, sowie auch die Einstellungsgrößen im Film, denn jede Szene ist durch eine kleine Skizze genau vorgegeben. (Natürlich muss man sich nicht daran halten, lediglich die Dauer der Clips lässt sich nicht beeinflussen). Für die SchülerInnen ist dies eine gute Orientierung und in kurzer Zeit erreichen sie damit ein Ergebnis, das präsentierbar ist.

Der Einsatz von iMovie Trailer ist damit nicht nur ein aktiver Einstieg um den Aufbau eines Storyboards kennenzulernen, sondern auch ein sehr lockerer und motivierender Auftakt eines Filmworkshops.

Es empfiehlt sich aber mit iPads zu arbeiten, da hier direkt die Szenen mit der eingebauten Kamera aufgezeichnet werden können. Ansonsten müsste eine externe Kamera eingesetzt und der Film zunächst importiert werden, was dem flüssigen Arbeiten bzw. dem „Flow“ bei der kreativen Arbeit hinderlich ist. So können allerdings auch bereits gedrehte und bearbeitete Filme noch zu Trailern umgeschnitten werden.

Je nach persönlichem Anspruch brauchten die Kleingruppen von 3-4 SchülerInnen bei uns zwischen 30 und 90 Minuten zur Gestaltung eines eigenen Trailers mit dem iPad.

 

Digital Natives im Portrait

Am 4.2. lief auf 3SAT ein 45-minütiges Portrait der Generation „Internet-Handy-Videospiel“ unter dem Titel „Digital Natives“ (Lässt sich weiterhin in der Mediathek anschauen!). Auch wenn die Existenz dieser Gruppe ja heftig umstritten ist, gibt der Film einen interessanten Einblick in die Nutzungsgewohnheiten einiger ausgewählter junger Menschen.

Im Gegensatz zum 3SAT Beitrag, der sich wahrscheinlich aus Gründen der „Fernsehtauglichkeit“ auf die engagierten und ziemlich selbstreflektierten Kinder und Jugendlichen beschränkt, finden sich auf Edutopia.org im Digital Generation Project Portraits junger Menschen, die mir etwas repräsentativer für ihre Generation erscheinen, wenn auch hier aus dem englischen Sprachraum. Sehr erfrischend anzusehen.

Die Zukunft des Filme machen ist kollaborativ

Auf einer Veranstaltung zur Geschichte der nicht-kommerziellen Filmszene in Deutschland seit 1945 wurde ich um eine Einschätzung gebeten, wie sich in Zeiten von Web 2.0 und Videoplattformen dieser Film weiterentwickeln wird. Meine dort abgegebene Prognose werde ich jetzt hier mal für spätere Generationen festhalten. Mir könnten in 10 Jahren ja eventuell prophetische Qualitäten nachgesagt werden – oder ich muss Spott und Hohn ertragen lernen;-))

Ich sage mal, dass im Privatbereich das gemeinsame Arbeiten an Filmen an  Bedeutung gewinnen wird. Und damit meine ich nicht, dass man sich mit Schulfreunden zusammen hinsetzt, verschiedene Drogen konsumiert und dann wilde Theorien in die Videokamera reinfaselt, sondern weltweit und vernetzt direkt im Web Filmdrehs organisiert, Szenen rumschickt und diese dann in einer Websoftware gemeinsam bearbeitet und schneidet.

Einige Beispiel gibt es bereits:

„The Hunt for Gollum“ – ein 40minütiger unabhängiger Film gemacht von Fans vom Herrn der Ringe, die rund um den Globus vestreut verschiedene Beiträge zum Film beigesteuert haben. Der Film kann im Netz kostenlos in HD-Qualität und mit deutschen Untertiteln angesehen werden und ist wirklich erstaunlich in seiner Qualität.

Bei der Produktion des  Internetzombiemovie waren die Youtube-NutzerInnen aufgerufen, Filme beizusteuern. Das Endprodukt konnte hier allerdings nicht beeinfluss werden.

Ähnlich beim Musikvideo für Sour’s ‚Hibi no Neiro‘ (Tone of everyday), das derzeit durch die Blogs zirkuliert und an dem Fans aus der ganzen Welt mitgearbeitet haben.

Remixing von Filmen würde ich da auch noch dazu zählen, vorausgesetzt, man bedient sich dabei CC-lizensierter Filmschnipsel anderer FilmemacherInnen.

Was nun noch fehlt, sind die ProgrammiererInnen, die dazu die entsprechende Software liefern. Ich denke da vor allem an eine Art Wiki für den kollaborativen Filmschnitt: Cutwiki? Wikicutter? Oder gibt es sowas auch schon?