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Posts tagged ‘habbo’

3SAT „Neues“ Bericht zu virtuellen Welten für Kinder

Weil es zu meinen Artikeln der letzten Monate sehr gut passt, heute mal ein eher unüblicher Hinweis auf einen Beitrag der Sendung „Neues“ in 3SAT vom heutigen Sonntag (18.10.09) zum Thema Onlinewelten für Kinder: http://podfiles.zdf.de/podcast/3sat_podcasts/091018_sendung_neues_p.mp4

Sehr ausführlich und differenziert werden hier verschiedene virtuelle Kinderspielplätze ohne den erhobenen Zeigefinger vorgestellt. Als Experte im Studio Jörg Müller-Lietzkow von der Uni Paderborn. Sehr schön sachlich und unaufgeregt bei diesem Thema, das man hätte auch anders behandeln können. Der Hinweis auf potentielle Gefahren kommt trotzdem nicht zu kurz.

Zum Thema „Finanzielle Gefahren“ (bei der Habbo im Hintergrund zusehen ist!) nutze ich hier aber nochmal die Gelegenheit, darauf hinzuweisen: Ein Button in jedem Panfu-Raum mit der Möglichkeit ein völlig überteuertes Abo per SMS (3,99 Euro/Woche) abzuschliessen, finde ich ein absolutes NO-GO! Das hat leider 3SAt bei aller Begeisterung für Panfu übersehen.

Dafür durfte man beim Besuch von Panfu auch mal einen Blick auf den Monitor eines Chatmoderators werfen: „Add user to suspicious list“ – Seht euch vor Kids!

P.S.: Wundert mich sehr, dass die Podcastfolgen von „Neues“ sehr viel besser live anzusehen sind, als die Streamingangebote auf deren Homepage, die bei mir ruckeln und den Ton verschlucken.

BIZZin3D – Keine Krise in Onlinewelten?

Nicht ganz mein Thema, aber eine Chance, sich mal ein reales Bild der Leute hinter den 3D-Firmen machen zu können, bot die Veranstaltung BIZZin3D. Vertreten immerhin Lindenlab/Secondlife, Sulake/Habbo, Metaversum/Twinity, sMeet und Club Cooe. Das interessante ist ja immer, dass auf Businessveranstaltungen Firmenvertreter ganz anders z.b über Jugendschutz reden, als in einer Veranstaltung mit PädagogInnen.

Erstes Panel: Wieso sollten große Firmen 3D-Welten nutzen? Keine überraschende Antwort: um Reisekosten zu sparen. Zur zweiten Runde mussten dann die Vertreter mit dem Geschäftsmodell „virtual goods“ antreten. Scheint immer noch gut zu funktionieren: zwar sind 90% der Habbos zahlungsunwilig, aber trotzdem bleiben dann immer noch 1 Mio Jugendliche, die ihr Taschengeld in 100 Pixelgroße Sesselgrafiken investieren. Schwach bei Habbo: sie haben keinen wirklichen Plan, was sie mit den Millionen Jugendlichen anfangen, die zu alt für Habbo werden.

Ich prophezeie mal, dass sich der Verkauf virtueller Güter demnächst erledigt hat, wenn Kids genügend Auswahl an Onlinewelten haben und merken, dass sie virtuelle Objekte auch selber herstellen können (naja, solange es sich bei Klingeltönen noch nicht herumgesprochen hat, wird es vielleicht noch einige Jahre dauern). Neu war mir die Aussage von Habbo, sMeet und Club Cooee, dass sie natürlich auch user-generated content bieten, schliesslich können sich die User mit den gekauften Möbeln den eigenen Raum einrichten und dort eigene Events veranstalten. Letzteres will Habbo aber nicht unbedingt fördern, lenkt es doch von eigenen Kampagnen ab, auf denen die neueste Möbelkollektion angeboten wird.

Die dritte Runde war dann die SL-Promi-Runde mit u.a. dem Programmierer von Second Inventory, einem CEO von Languagelab und Andreas Mertens von sltalk

Spannend dann wurde es bei der vierten und letzten Runde der OpenSim und realXtend Hoster. Und wie es sich für Opensource-Projekte auch gehört, kam dann wirklich Aufbruchstimmung auf (oder passend zum Thema auch „Goldgräberstimmung“;-)). OpenSim hat seit meinem letzten Beitrag wiederum riesige Fortschritte gemacht, wenn auch in einigen Punkten noch Fragezeichen stehen: Stabilität, Geldmodell, Sicherheit. Bei den Hoster ist man sich aber trotzdem einig: OpenSim ist „ready for business“.

Alles in allem wirklich spannend zusammengestellte und hochkarätig besetzte Panels. Großes Lob an die Organisatoren von YOUin3D.com

BIZZin3D

Foto von Mr. Topf unter CC-Lizenz BY-NC