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Posts tagged ‘iPhone’

Sharing bei iOS 6: vermurkster Datenaustausch bei iPads und iPhones

Über 200 neue Funktionen in iOS 6, aber nicht die eine, die ich mir so dringend gewünscht hätte: einen einfachen Dateiaustausch von Gerät zu Gerät. Dass ich damit der einzige bin, glaube ich kaum. In unseren iPad Schulungen für LehrerInnen ist das eine der ersten Fragen: Wie übertrage ich meinen SchülerInnen Materialien und Arbeitsblätter? Nach dem die Buttons mit iDisk und iWork bei den iWork-Apps Keynote, Pages und Numbers schon seit geraumer Zeit nicht mehr funktionierten, gab es nur die Möglichkeit, die Dokumente per WebDAV im Netz zu speichern. Aber wer hat schon einen eigenen WebDAV Server? Bei meinem favorisierten Cloudspeicherdienst Dropbox  ist WebDav kostenpflichtig. Es geht trotzdem auch kostenlos, wenn man einen Dienst wie Otixo dazwischenschaltet. Aber ist das ein Weg, den man Leuten nahelegen sollte, die zum ersten Mal iPads nutzen? Eher nicht.

Also: Am besten alles per eMail schicken! Auf die Emailfunktion kann jede App zugreifen. Ist leider nicht sehr elegant und die Gefahr ist immer, dass wichtige Dokumente im Spam der letzten Stunden untergehen.

Immerhin, ein paar Sachen haben sich mit dem neuen iOS  beim „Share“-Button geändert. Aus den Apple Apps wurden die funktionslosen iWork- und iDisk-Button entfernt. Und hinzugekommen ist die Möglichkeit, Dokumente in einer „anderen App“ zu öffnen:

Je Dokumententyp (3 unterschiedliche lassen sich jeweils bei Keynote, Numbers und Pages auswählen) werden andere Apps angeboten. Achtung: Was ich zunächst auch nicht bemerkt habe: durch Wischen lassen sich mehr als die 9 angezeigten Apps auswählen, die auch das Dokument öffnen können. Hier fehlen in der Programmierung die kleinen Punkte am unteren Rand, die anzeigen, dass noch weitere „Fenster“ vorhanden sind.

Noch größer ist meine Verwunderung, wenn man die Sharingmöglichkeiten anderer Apple Apps betrachtet. Hier zum Beispiel Garageband und iMovie:

War das nicht mal Apple, das für seine genialen und einfachen User Interfaces berühmt geworden ist? Bei den beiden Apps ist davon nichts zu sehen, aber vielleicht kommt ja noch eine Anpassung an die iWork-Apps. Nach wie vor kann auch Garageband nicht mal Songs in der iOS eigenen Musikbibliothek ablegen.

Auch die Camera Roll hat ein Update spendiert bekommen, was die Sharingfunktion angeht. Allerdings eher ein optisches, viel mehr Möglichkeiten gibt es nicht. Abgesehen von der nun überall anzutreffenden Facebook-Sharingfunktion. Hier ist ein Update vielleicht auch nicht ganz so wichtig, ist doch die Camera Roll der Bereich, bei dem Apple es gestattet, das andere Apps darauf zugreifen. Und hier gibt es dann auch Apps wie z.B. Wireless Transfer und Bump, die einen direkten Austausch von Fotos und Videos zwischen iPads und iPhones erlauben. Auch die Dropbox-App kann direkt auf die Camera Roll zugreifen und dann Fotos und Videos nach Dropbox übertragen.

Wieder etwas anders sieht das bei der iPhoto-App aus, die ja eigentlich unter MAC OS X zusammen mit Garageband und iMovie zur iLife-Serie gehört. Vielleicht ist die Entwicklung hier aber auch schon etwas weiter: Man beachte im Vergleich zur Camera Roll das farbige Druckersymbol, die Verknüpfung mit Cards (das ich allerdings gar nicht habe) und hier nun endlich das vermisste „Beamen“-Symbol. Der „Öffnen in“-Button führt hier über einen Zwischenschritt, bei dem ich merkwürdigerweise noch die Möglichkeit habe, ein anderes Foto auszuwählen, zur bekannten Übersicht mit kompatiblen Apps. Bemerkenswerterweise sind hier die kleinen Punkte am unteren Rand bereits integriert, die anzeigen, dass durch Wischen weitere Apps ausgewählt werden können.

 

Ich hätte mir für iOS 6 eine solche geniale Lösung wie bei Mac OS X mit Airdrop gewünscht: Auf beiden Rechner wird ein Airdropfenster geöffnet, eine Datei wird auf das Computersymbol des anderen Rechners gezogen, fertig! Und das sogar ohne eine WLAN-Verbindung zu nutzen. Warum das nicht bei iPads gehen soll, ist mir ein Rätsel, immerhin gibt es mindestens eine App, die das in der Art kann: iFiles. iFiles überträgt Dateien per WLAN-Verbindung oder Bluetooth zwischen iPads. Leider nur Dateien, die vorher in iFiles geladen wurden, beispielsweise über einen externen Speicherdienst und natürlich nicht Dokumente, die in den Bookshelfs der Apple Apps stehen.

Beim Dateiaustausch also ist iOS 6 eher eine Enttäuschung: teilweise komplett anderes Erscheinungsbild innerhalb der Apple Apps und kaum zusätzliche Funktionen. Ich hoffe auf einen neuen Versuch in einem Jahr mit iOS 7.

Kennt jemand weitere Möglichkeiten zwischen iOS-Geräten Dokumente auszutauschen? Gerne Hinweise dazu in die Kommentare schreiben.

Einstieg in die Filmarbeit mit iMovie Trailer

Seit  wir in den Workshops meines Vereins Metaversa verstärkt iPads einsetzen, probieren wir auch immer neue Methoden aus, um einen Einstieg ins Thema oder eine Einführung in Medienproduktion zu finden. Zuletzt im Workshop „Das Netz sind wir„, in dem es um soziale Netzwerke ging. Für die Videogruppe hieß es deshalb  am Beginn: Erstellt in Kleingruppen mit iMovie den fiktiven Trailer eines Films über „Facebook“.

Seit zwei Jahren schon wird mit der Apple Software eine Reihe an „Templates“ oder „Themen“ zur Erstellung eines einminütigen Filmtrailers mitgeliefert. Sowohl in der Desktop als auch in der iPhone- und iPad-Version. Die Funktion dafür findet man an der Stelle, an der auch ein neues Projekt erzeugt wird. Dort gibt es die Möglichkeit einen „Neuen Trailer“ zu erzeugen. Anschließend kann auf dem iPad aus acht fertigen Beispieltrailer mit unterschiedlichen Themen: Märchenfilm, Abenteuer, Romantik etc. ausgewählt werden. In der Desktopversion stehen weitere Themen zur Verfügung.

Ist die Entscheidung für ein Thema gefallen, werden die Szenen anhand eines vorgegebenen Storyboards mit dem iPad nachgedreht und die Zwischentexte ausgetauscht. Dabei lernen die SchülerInnen den Aufbau eines Storyboards kennen, sowie auch die Einstellungsgrößen im Film, denn jede Szene ist durch eine kleine Skizze genau vorgegeben. (Natürlich muss man sich nicht daran halten, lediglich die Dauer der Clips lässt sich nicht beeinflussen). Für die SchülerInnen ist dies eine gute Orientierung und in kurzer Zeit erreichen sie damit ein Ergebnis, das präsentierbar ist.

Der Einsatz von iMovie Trailer ist damit nicht nur ein aktiver Einstieg um den Aufbau eines Storyboards kennenzulernen, sondern auch ein sehr lockerer und motivierender Auftakt eines Filmworkshops.

Es empfiehlt sich aber mit iPads zu arbeiten, da hier direkt die Szenen mit der eingebauten Kamera aufgezeichnet werden können. Ansonsten müsste eine externe Kamera eingesetzt und der Film zunächst importiert werden, was dem flüssigen Arbeiten bzw. dem „Flow“ bei der kreativen Arbeit hinderlich ist. So können allerdings auch bereits gedrehte und bearbeitete Filme noch zu Trailern umgeschnitten werden.

Je nach persönlichem Anspruch brauchten die Kleingruppen von 3-4 SchülerInnen bei uns zwischen 30 und 90 Minuten zur Gestaltung eines eigenen Trailers mit dem iPad.

 

Twitter für die Augen: Mobile Photo Sharing Apps im Vergleich: Instagram, Tadaa, EyeEm und PicPlz

„A whole generation lost in vintage toy camera effects“ (lindydowhaniu)

Meine Karriere als Medienpädagoge begann im Fotolabor, schwarz-weiß und noch ganz analog. Nach einigen in vollständiger Dunkelheit und zwischen giftiger Chemie verbrachten Jahren war ich nicht unglücklich über das Aufkommen der digitalen Fotografie. Neben der unkomplizierte Bildbearbeitung liegt die Faszination für mich vor allem in den tausenden Bildern, die nun sekündlich im Web veröffentlicht werden und die eine niemals versiegende Quelle für Augennahrung darstellen. Während das Suchen interessanter Fotos bei Flickr oder in Facebook und Co noch ziemlich mühsam war und ist, befeuert ein neuer Trend die Produktion von weiteren Trilliarden bunter Pixeln: „Mobile Photo Sharing“ bzw. „Social Photosharing“.

Vorreiter war eindeutig Instagram, dessen 7 Mio Nutzer gerade das 150 Millionste Bild hochgeladen haben. Mit dem Erfolg kommen die Nachahmer und die müssen ja nicht schlechter sein. PicPlz gibt es bereits seit über einem Jahr (und damit länger als Instagram), positionierte sich aber bisher eher als Dienst, um Fotos vom Mobiltelefon in anderen sozialen Netzwerken zu posten. Ganz neu sind zwei deutsche Startups: Tadaa, das Anfang Juni an den Start ging und EyeEm, das am 4. August offiziell startete. Zeit für einen kleinen Vergleich also.

Ich habe mich auf Apps konzentriert, die entsprechende „Social Features“ mitbringen, wie die Möglichkeit, sich mit anderen Nutzern zu befreunden, bzw. Ihnen zu folgen und Bilder bewerten und kommentieren zu können. Hipstamatic und Path, das ein Sharing nur mit einer begrenzten Zahl Freunde zu lässt, sind dabei rausgefallen. Getestet habe ich auf iPhone, Android und iPad, wobei keine der Apps nativ fürs iPad programmiert ist.

Im Vergleich und vor allem in der Praxis zeigt sich, wie unterschiedlich vor allem in der Usability Apps sein können, die eigentlich mit der gleichen Idee angetreten sind. Und ich vermute, es sind gerade diese kleinen Unterschiede, die über Erfolg und Misserfolg entscheiden.

Instagram Tadaa EyeEm PicPlz
Betriebssystem
iOS iOS iOS und Android iOS und Android
Gestaltung
Filter 16 sehr gute Filter, TiltShift, Echtzeitfilter 13 gute Filter, Echtzeitfilter 9 eher mäßige Filter, Echtzeitfilter (nur iOS) 9 eher mäßige Filter, jeweils mit und ohne Rahmen, + 13 Echtzeitfilter (nur Android)
Qualität iPad und iPhone iPad iPad oder iPhone iPhone (einstellbar beim Upload)
Format immer quadratisch, Ausschnitt kann selber bestimmt werden Orginal oder quadratisch Orginal Orginal
Geodaten möglich möglich möglich möglich
privat jein, Follower müssen für gesamten Stream Erlaubnis anfordern nein ja, einzelne Fotos nein
Entdecken/Feeds
Fotos der Kontakte ja ja (new) ja (Photos from friends) ja (My network)
Likes/Kommentare ja ja (Notifications) ja, plus Angabe wer noch dieselben Fotos geliked hat ?, Kommentare der Kontakte bei anderen Fotos, max. 6
Fotos neuer User nein ja (max. 33) ja nein
Beliebte Fotos ja (beliebt) ja (awesome, max 33) ja (popular) ja (interesting)
Favorisierte Fotos der Kontakte ja ja nein nein
Bewertung
Schema like like/dislike like like
Kommentare ja ja, plus Fotokommentare ja ja
Archiv
Eigene Fotos ja ja ja ja
Favorisierte Fotos ja nein ja nein
Sharing
Facebook, Twitter, Email Facebook, Twitter, Email Facebook, Twitter, Email, Foursquare, Yahoo, Tumblr Facebook, Twitter, Foursquare, Tumblr, Posterous, Dropbox, Flickr
Sonstiges
deutsch, API für Drittanbieter deutsch, Wischfunktion durch die Fotos, tadaa-Dollars englisch, Tagging, Auto-Tagging englisch, Collections zusammenstellen
Webseite
Fotos, Settings, weitere Funktionen über Drittanbieter wie z.B. extragr.am Eigene Fotos/Fotoblog, kein Login Eigene Fotos, Settings, Favoriten, Kontakte, neue Fotos, beliebte Fotos Eigene Fotos/Fotoblog, Settings, Collections, Favoriten, Kontakte, beliebte Fotos, neue Fotos
instagr.am tadaa.net eyeem.com picplz.com

 

Instagram: Gefällt mir von der Funktionsvielfalt und Usability immer noch am besten. Insbesondere, dass ich sehen kann, welche Fotos von den Leuten, denen ich folge, favorisiert werden, lässt mich viele weitere tolle Fotos entdecken. Eine Funktion, die keine der anderen Apps hat. Ob die Einschränkung auf das quadratische Format eher negativ ist, oder die Reduktion zu einer bewußteren Sichtweise führt, ist wohl Geschmackssache. Mir ist negativ aufgefallen, dass die iPhone-App leider die Bilder in geringer Auflösung anzeigt, obwohl Instagram die volle Auflösung speichert. Auf dem iPhone bleibt das unbemerkt, auf dem iPad dagegen wirken alle Bilder verwaschen. Spannend ist es, zu beobachten, was andere Anbieter mit den Fotosammlungen veranstalten, denn Instagram stellt eine öffentliche API zur Verfügung und bietet konsequenterweise auf der eigenen Webseite kaum Funktionalitäten an.

Update 23.9.2011: Mit dem Update auf die Version 2.0 bietet Instagram nun Echtezeitfilter an und hat diese um 4 neue Filter erweitert. Endlich wurde auch die mögliche Qualität erhöht, mit der die Bilder hochgeladen werden können.

Tadaa: Tadaa ist mein heimlicher Favorit. Das Interface finde ich im Vergleich zu Instagram sehr viel erfrischender und es bietet die Navigation (durch Fotos wischen), die ich vom iPhone kenne. Die Fotos kommen in voller Auflösung auf das iPad. Leider fehlen einige wichtige Funktionalitäten. Weder in der App, noch auf der Webseite kann ich die Fotos sehen, die ich zuvor favorisiert habe. Die Listen mit neuen oder beliebten Fotos umfassen leider nur 33 Bilder und die hat man schnell durchgeschaut. Was es mit den Tadaa-Dollar auf sich hat, die man fürs Hochladen der Fotos oder einen Like durch andere bekommt, wird leider auch noch nicht verraten. Ein Dislike-Button ist zwar ganz spaßig, benutzt wird er wohl nicht, dafür allerdings die Möglichkeit, Kommentare zu anderen Fotos in Form eigener Fotos abzugeben. Eine ausführlichere Beschreibung von Tadaa gibt es im Blog von Anne: tadaa und die kleinen Dinge.

EyeEm: Das Interface von EyeEm erntete viel Lob in zahlreichen Weblogs, was ich nicht ganz nachvollziehen kann. Eine Funktion wie bei EyeEm, die anzeigt, wer dieselben Fotos wie ich geliked hat, macht den News-Feed praktisch unbrauchbar, weil das meistens mehrere Hundert pro Bild sind und die Info für mich nicht relevant ist. EyeEm scheint sowieso noch etwas mit der heißen Nadel gestrickt. So sind die Namen der User, die meine Fotos geliked haben, nicht verlinkt. Ich müsste per Copy-Paste nach ihnen suchen. Damit wird aber auch der wichtige Weg, auf die eigenen Fotos aufmerksam zu machen, in dem man andere bewertet, komplett unbrauchbar. In wie weit das Auto-Tagging funktioniert, konnte ich nicht testen, allerdings ist schon die Funktion die Fotos manuell zu taggen und vor allem sich Fotos nach Tags anzeigen zu lassen, ziemlich nützlich.

PicPlz: Ähnlich wie EyeEm ist der Aktivitäten-Newsstream eigentlich überflüssing. Hier werden bei PicPlz die Kommentare meiner Kontakte zu anderen Fotos angezeigt und auch nur die letzten sechs. Wer braucht sowas? Hier spielt auch die Webseite eine größere Rolle, da sie Funktionen bietet, die die App nicht hat, wie z.B. die Anzeige neuer oder favorisierter Fotos. PicPlz ist mehr auf das Teilen der eigenen Fotos in anderen Netzwerken ausgerichtet, was auch die große Zahl der integrierten Dienste zeigt.

Meine ganz subjektive Bewertung der Programme habe ich natürlich auch danach vorgenommen, wie viele Kontakte ich innerhalb der ersten Tage gefunden habe, wie viele Leute meine Fotos bewertet haben und wie lange ich selber bei einem Dienst verweilt bin, um interessante Fotos zu entdecken. Obwohl ich überall ähnliche Bilder hochgeladen habe, müssen die Unterschiede natürlich nicht in der Funktionalität der Dienste liegen, sondern können auch an den Communityspezifischen ästhetischen Bewertungsmaßstab liegen. Beispielsweise werden bei PicPlz kaum Filterfunktionen verwendet.

Instagram bietet schon aufgrund seiner vielen NutzerInnen eine riesige Auswahl an Fotos und damit auch sehr viele herausragende Fotos. NutzerInnen mit fünfstelligen Followerzahlen sind keine Seltenheit. Insofern habe ich hier auch die meiste Zeit verbracht und folge selber mittlerweile mehr als 50 Personen. Trotzdem sind meine Fotos nicht untergegangen. Die zahlreichen Likes und Kontakte zeigen, dass hier schnell Feedback gegeben wird. (bevorzugt bei Fotos mit Blumen;-)). Die Tadaa-Community war eindeutig der Spitzenreiter in Sachen Interaktivität. Sowohl was die Zahl der Follower angeht, als auch die gelikten Bilder hatte ich hier die meisten Rückmeldungen. Das scheint nicht nur daran zu liegen, dass der Dienst so neu ist, sondern, dass die Funktionen dazu so gut zu bedienen sind, denn bei EyeEm gab es kaum Likes für meine Fotos. Ebenso auch bei PicPlz, was aber eher meine These der anderen Ausrichtung von PicPlz als reine Sharing-App und nicht als Social Community bestätigt.

Google Fans sollten noch einige Tage warten, bevor sie sich festlegen. Seit 18. August gibt es bereits im amerikanischen iTunes-Store Photovine die Photo Sharing App von Google (merkwürdigerweise bevor es eine Androidversion gibt).

Am Schluss noch ein paar Tipps um möglichst großes Feedback für die eigenen Fotos zu kriegen:

  • nur ausgewählte (interessante) Fotos posten
  • viele andere Fotos liken
  • vielen anderen Leuten folgen

Welche Apps benutzt ihr und welches sind für euch die Killerfunktionen einer solchen App?

 

Spyware-Tools für Eltern: das gläserne Kind

In Amerika ist man schon etwas weiter, was die Nutzung von Mobiltelefonen und Web 2.0-Tools zur Kontrolle der eigenen Kinder angeht und noch gibt es keine deutsche Übersetzung für den treffenden Oberbegriff: Parental Spyware.

…und übersieht dabei auch schon mal, dass auch Kinder ein Recht auf Privatsphäre haben.

Hier eine kleine Liste der Dienste, die mir in den Wochen aufgefallen sind:

SocialShield, www.socialshield.com, scannt die Aktivitäten der Kinder in sozialen Netzwerken und meldet verdächtige Eintragungen (10$/Monat)

SafetyWeb, www.safetyweb.com, Monitoring der Onlineaktivitäten in sozialen Netzwerken + Überwachung der SMS und Anrufe auf dem Mobiltelefon, 10$/Monat

Life360, www.life360.com: GPS Tracking durch eine Anwendung auf dem Mobiltelefon, der aktuelle Ort wird durch Klick auf einen Button gemeldet, der Service zeigt außerdem in der Nähe wohnende Sexualstraftäter (mit Benachrichtigungsfunktion, wenn einer in die Nähe zieht) und mit „Notfall Messenger“. Fast 1 Mio registrierte Familien (Januar 2011)

Whereoscope, www.whereoscope.com, GPS Tracking, sendet Benachrichtungen, wenn das Kind vorher definierte Orte erreicht oder verläßt

Family Tracker, www.logsat.com/iPhone/familytracker, GPS Tracker, iPhone App, 3,99$

DriveSmart Plus, locationlabs.com, Android app for T-Mobile: deaktiviert die SMS-Funktion eines Mobiltelefons, wenn das GPS eine schnelle Fortbewegung meldet, wie zum Beispiel beim Steuern eines Autos

Webwatcher, www.webwatcherkids.com: Lesen aller Emails, Listen aller aufgerufenen Webseiten, Monitoring über das Internet von überall aus, 97$

Webwatcher Mobile, www.webwatcherkids.com/fea_mobile.php: Kontrolle aus- und eingehender SMS auf dem Handy der Kinder, einfaches Lesen über das Internet, 39,95$

Ich freue mich über weitere Hinweise zu solchen Diensten in den Kommentaren.

Augmented Reality – der nächste Hype

Das vor einigen Wochen erschienene iPhone 3GS war dann wohl der Durchbruch für „Augmented Reality für Mobiltelefone“, jedenfalls wenn ich die zunehmende Zahl von Blogbeiträgen über neue AR-Anwendungen in meinem Feedreader sehe. Sehr motivierend, um mal alle Clippings meines Newsreaders und meine Delicious-Bookmarks zusammen zu tragen und ins Cyberwiki einzutragen (Wiki=jeder/jede darf mitmachen!).

Apple war gut beraten, ins 3GS einen Kompass einzubauen, wie ich mir das schon im Artikel vom April über Wikitude gewünscht hatte. Dort hatte ich mir von Wikitude auch eine offenere Plattform gewünscht, um eigene Inhalte in den AR-Browser, den es damals schon für Android-Phones gab, zu bringen. Mit Wikitude.me hat Mobilizy inzwischen diesen Weg beschritten. Dort können Nutzer ihre eigenen Point-of-interests veröffentlichen, die der Wikitude-Browser anzeigt. Ein m.E. besseres Konzept bietet Layar. Hier können komplette eigene Layer zur Informationsüberlagerung des Videobilds des Handys programmiert werden. Und neben den derzeit beliebten Nächster-Bus- und nächstgelegene U-Bahn-Station-Anwendungen wird damit der Weg frei für eine neue Runde im Mobile Learning mit AR-Anwendungen von historischen Stadtrundgängen, literarischen Schauplätzen u.v.a. mehr. (Ich freu mich ja schon auf viele neue Arten von Location-based Games;-))

Meine kompletten Notizen zu Augmented Reality unter: http://cyberwizard.de/cyberwiki/index.php?title=Augmented_Reality

Der neueste Player im AR-Browser Markt ist Robotvision:

P.S.: Ich würde mal sagen, apple wäre auch gut beraten, wenn sie den ganzen Kram* auch in ihr Tablet einbauen. *GPS, Kompass, Accelerometer, Kamera