Neuer Trend: Offline bloggen

Die evangelische Jugend lädt ein zum Projekt „Blog mal offline“ auf dem diesjährigen Kirchentag. In Kürze geht es darum, dass Jugendliche über ihr Leben im Moment und für die Zukunft schreiben – auf Papier (ähhh,….Rohstoffknappheit?), das entweder in einer lokalen Ausstellung gezeigt oder auf dem Kirchentag an einen Baum gehängt wird. „aej-Pressemitteilung 2/2009 „Blog mal offline!“ – Notizen zur Nachhaltigkeit„.

In einer dazugehörigen Broschüre, die auch ONLINE bestellt werden kann, finden sich im Vergleich zur Presseerklärung noch viele nette Zitate, die an verschiedenen Stellen bestimmt lustiges Kopfschütteln auslösen werden: „Nachhaltigkeit ist keine virtuelle Angelegenheit. Sie muss zu Papier gebracht werden, damit sie greifbar, spürbar und von uns in die Wirklichkeit getragen wird.“

Da wäre ich ja beim Brainstorming der evangelischen Jugend zu gerne dabeigewesen:
Person A: Die nutzen doch heute alle Web 2.0, da könnten wir uns doch dranhängen?
Person B: Auf jeden Fall, wir könnten doch bloggen.
Person C: Das ist mir viel zu virtuell, außerdem kann man das ja dann weltweit lesen*schluck
Person A: Dann machen wir es eben ohne Internet, so einfach aufschreiben auf Papier
Person C: … ich hätte aber eigentlich lieber eine Wandzeitung gemacht.

Wer sein Blog übrigens in die eigene Ausstellung hängt, darf ruhig einen Scan per Email an den Kirchentag schicken!

Ich bin jedenfalls sehr dankbar für die Anregung, damit eröffnen sich unzählige neue Möglichkeiten:
Offline Bookmarking
Offline Networking
Offline Surfing
usw.

Bleibt doch noch der Gedanke, dass ich hier auf eine besonders perfide Art des viralen Marketings reinfalle und das das Ganze doch nicht so ernst gemeint ist. Dann erwäge ich aber einen sofortigen Kirchenaustritt!