Amerikanische Studie zur Gefährdung Jugendlicher und Kinder in Onlinecommunitys

Unter dem Titel „Enhancing Child Safety  & Online Technologies“ hat in den USA eine spezielle Taskforce aus ExpertInnen und VertreterInnen der großen Onlinecommunitys eine Metastudie veröffentlicht, die vielleicht etwas Licht in die Diskussionen um Internetsicherheit bringen könnte.

Einige interessante (und einige erwartete) Ergebnisse:

– die größte Gefährdung geht nicht von Erwachsenen aus, sondern von anderen Jugendlichen, die andere Mobben und ihnen nicht jugendgereche Inhalte schicken (bzw. selber eigene Nacktbilder rumschicken, das sogenannte „Sexting“, das laut einer aktuellen Studie 20% der amerikanischen Teenager bertreiben)
– bei sexueller Belästigung und Missbrauch, sind es weniger Erwachsene, die sich als Jugendliche ausgeben, sondern meistens ist den Jugendlichen kalr, dass sie es mit Erwachsenen zu tun haben
– gefährdet sind in erster Linie Kinder und Jugendliche aus „schwierigen“ Elternhäusern
– eine rein technische Lösung gibt es nicht, um Kinder und Jugendliche zu schützen, vielmehr ist Aufklärung, sind Eltern und PädagogInnen gefragt

Aus meinen Gesprächen mit Jugendlichen kann ich nur bestätigen, dass sich diese Ergebnisse sicher auch auf Deutschland übertragen lassen. Ob das noch Einfluss hat auf die Internetzensurbestrebungen der Bundesregierung, wage ich allerdings zu bezweifeln.

Downloadbar sind die Studie und Stellungnahmen der großen Netzwerkbetreiber unter der Adresse: http://cyber.law.harvard.edu/pubrelease/isttf/